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Frisch auf dem Thron: Marcel Soltermann und Yvonne von Arx

Marcel Soltermann aus Boll und Yvonne von Arx aus Oberönz haben den Schweizermeistertitel 2026 gewonnen. Mit dem Finalsonntag am 4. Oktober endete die diesjährige Schweizer Meisterschaft der Schweizerischen Freien Keglervereinigung (SFKV). Der Endkampf fand in Heimberg statt.

Für Marcel Soltermann aus Boll und Yvonne von Arx aus Oberönz bildet die 71. Schweizer Meisterschaft der Schweizerischen Freien Keglervereinigung (SFKV) einen Meilenstein in ihren Kegellaufbahnen: Sie erhielten am Finalsonntag die höchste jährliche Auszeichnung auf nationaler Ebene. Die Endkämpfe wurden am 4. Oktober im Kegelsportzentrum Rössli in Heimberg ausgetragen. Zugelassen waren die 25 Besten von insgesamt 218 Keglern, die an der A-Meisterschaft teilgenommen hatten. Von total 21 A-Damen traten diejenigen mit den sieben höchsten Resultaten gegeneinander an.

Marcel Soltermann erreichte bestes Tagesresultat

Mit 830 Holz belegte Marcel Soltermann am Ende der Meisterschaft den vierten Rang unter den Finalisten. Während des Endkampfes lief er dann zur Bestform auf: Mit bemerkenswerten 837 Holz – dem höchsten Tagesresultat – machte er das Rennen. Er überflügelte Marcel Steiner aus Goldswil bei Interlaken, der die Meisterschaft mit 835 Holz als Bester abgeschlossen hatte, um 10 Holz. «Ich kann’s kaum glauben», freute sich der neu gekrönte Schweizermeister. «Alle, die an mich glaubten, verliehen mir die nötige Energie zu dieser Topleistung.» 

Marcel Steiner kegelte mit 1657 Holz Silber. Womit er sehr zufrieden sei. Insbesondere, da es ihm bei den ersten Bahnen nicht so gut gelaufen sei. «Auf der vierten Bahn holte ich dann auf.» 

Jürg Soltermann aus Wattenwil, der Vater des neu amtierenden Schweizermeisters, holte mit 1653 Holz Bronze. Sein Erfolgsrezept? «Vor allem Freude am Kegelsport und gute Kameradschaft.»

Dranbleiben macht die Meisterin

Yvonne von Arx verbuchte mit 1609 Holz den fünften Schweizermeistertitel in ihrer Kegelkarriere. Bereits in den Jahren 2016, 2011, 2010 und 2006 hatte sie Gold erreicht. Hinzu kam dreimal Silber in den Jahren 2024, 2012 und 2009 sowie Bronze in den Jahren 2023 und 1999. Ihr Erfolgsmodell: «Dranbleiben. Möglichst viele Meisterschaften kegeln.»

Rosmarie Häni aus Bellach gewann mit 1580 Holz Silber. Regelmässiges Training und Gelassenheit machten sich bezahlt. 

Mit 1541 Holz sicherte sich Nicole Soltermann aus Ittigen Bronze. Für die Nachwuchskeglerin war es der erste Finalkampf.

Die Familie Soltermann auf dem Podest

Mit Marcel, Nicole und Jürg Soltermann hatte es die Familie am Ende des Finaltages aufs Podest geschafft: Sohn Marcel als Schweizermeister, Tochter Nicole und Vater Jürg als Bronzegewinner. «Es ist ein Traum!», schwärmte Jürg Soltermann. «Beide Kinder auf dem Podest und ich, der Vater, ebenfalls! Ein einmaliges Ereignis!» 

Gold für Thomas Teuscher und Franziska Steudler 

Bei den B-Herren setzte sich Thomas Teuscher aus Interlaken mit 824 Holz gegenüber seinen 199 Gegnerinnen und Gegnern klar durch. Konrad Riegler aus Heimberg und Heinz Roth aus Gümligen dagegen lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Silber. Aus diesem Rennen gingen beide Kegler mit 797 Holz hervor. Riegler behielt mit 44 Neunern haarscharf um ein «Babeli» die Oberhand.

Franziska Steudler aus Thun gelang bei den Damen der Kategorie B mit 774 Holz der Sprung an die Spitze. Es war hart verdientes Gold, zeigten sich doch Isabelle Knüsel aus Neudorf und Trudy Leupp aus Alpnach Dorf als starke Gegenspielerinnen. Knüsel folgte der Siegerin mit 771 Holz auf dem Fuss. Der Abstand zu Trudy Leupp, die Bronze erwarb, betrug ein Holz.

Ernst Wyss und Alice Blatter hatten beim C-Wettkampf die Nase vorn

Ernst Wyss aus Thun erkämpfte sich mit 768 Holz Gold beim C-Wettstreit. Die Silbermedaille ging an Hans-Rudolf Grünig aus Wichtrach, der 763 Holz kegelte. Weit hinter Wyss und Grünig positionierte sich Marcel Kropf aus Röthenbach im Emmental, Inhaber der Bronzemedaille, mit 739 Holz.

Einen haushohen Sieg errang die C-Keglerin Alice Blatter aus Oberried am Brienzersee mit 770 Holz. Angela Schmid aus Frutigen ergatterte mit 756 Holz Silber. Hinter Schmid platzierte sich Sandra Junker aus Hägendorf mit 746 Holz.

Musegg ist Schweizermeister bei den A-Klubs

Mit 805.200 Holz wurde Musegg aus Luzern Schweizermeister 2026 bei den A-Kegelklubs. Zwischen Harder aus Heimberg und den Berner River Boys kam es indessen zu einem harten Kampf um Silber, bei dem beide Klubs 801 Holz erreichten. Mit 210 Neunern schlug Harder die River Boys um ein «Babeli».

Breitlauenen aus Goldswil bei Interlaken entschied mit 782.800 Holz den Kampf bei den B-Klubs für sich. Alpenrose aus Zweisimmen erlangte mit 779.200 Holz Silber. Steinbock aus Wilderswil zählte 777.670 Holz und musste sich mit Bronze begnügen.

Ein wahrer Holzkrimi um den Sieg entbrannte zwischen den C-Klubs Zaagihüng aus Riggisberg und Brune Mutz aus Wangen bei Olten. Für beide Kegelklubs endete der Wettkampf mit 728 Holz. Mit 119 Neunern – drei «Babelis» mehr als ihr Kontrahent, erstritten die «Zaagihüng» Gold. Den Schlosskeglern aus Aarwangen blieb mit 721.400 Holz Bronze.

Nachwuchs werben fürs Überleben des Kegelsports 

Nicole Soltermann ist die gegenwärtig jüngste Nachwuchskeglerin. Da sich ihre Familie dem Kegelsport widmet, ist sie von Kindesbeinen an damit vertraut. Gegenüber TeleBärn äusserte sie am Finaltag die Hoffnung, der Kegelsport werde trotz rückläufiger Mitgliederzahlen längerfristig überleben. «Wir müssen aktiver auf junge Leute zugehen, sie als Gäste zu den Meisterschaften mitnehmen und für die gesellige Randsportart begeistern.» 

Als wichtigen Grund für die rückläufigen Zahlen nennt der Zentralpräsident Jaime Iglesias, zahlreiche junge Menschen seien nur mehr ungern an einen Klub gebunden. Als konkrete Gegenmassnahme schlage er den Klubmitgliedern vor, neuen Interessierten den Zugang zu den Klubs zu ermöglichen und ihnen Zugehörigkeit zu gewähren. 

 

SM 2026 – Einzelkegler/-innen

Kategorie A Herren (25 Finalisten): 1. Marcel Soltermann, Boll (1667 Holz/102 Neuner) – Schweizermeister/Gold; 2. Marcel Steiner, Goldswil b. Interlaken (1657/89) – Silber; 3. Jürg Soltermann, Wattenwil (1653/109) – Bronze; 4. Rolf Herzog, Wallbach (1650/93); 5. Martin Slanzi, Alpnach Dorf (1644/81); 6. Bruno Plüss, Grasswil (1641/101); 7. Sven Scheidegger, Eriswil (1641/92); 8. Beat Heini, Balsthal (1640/99); 9. Peter Gygax, Lätti (1635/88); 10. Claudio Probst, Baldegg (1630/97); 11. Max Lustenberger, Luzern (1629/88); 12. Marco Wanner, Grosswangen (1629/79); 13. André Emmenegger, Liestal (1626/92); 14. Hugo Wernli, Schinznach Dorf (1620/83); 15. Marcel Frey, Gsteigwiler (1618/101); 16. Thomas Steudler, Thun (1617/86); 17. Michael Heini, Hägendorf (1614/69); 18. Hansrudolf Moser, Aarwangen (1606/85); 19. Gilbert Bielmann, Marly (1606/71); 20. Ernst Urweider, Innertkirchen (1602/104); 21. Hansjörg Gygax, Wangen b. Olten (1598/66); 22. Gerhard Blum, Thun (1596/78); 23. Stefan Guldimann, Lostorf (1551/59); am Finaltag abwesend: 24. Stephan Heimann, Ettiswil (820/47 Ende Meisterschaft); 25. Adrian Banz, Hasliberg Goldern (809/45). 

Kategorie A Damen (7 Finalistinnen): 1. Yvonne von Arx, Oberönz (1609 Holz/100 Neuner) – Schweizermeisterin/Gold; 2. Rosmarie Häni, Bellach (1580/70) – Silber; 3. Nicole Soltermann, Ittigen (1541/61) – Bronze; 4. Belinda Immoos, Küssnacht am Rigi (1540/62); 5. Sylvia Gygax, Wangen b. Olten (1537/62); 6. Maja Kamber, Gränichen (1531/48); 7. Bernadette Beyeler, Luzern (1522/62).

Kategorie B Herren (200 Teilnehmer): 1. Thomas Teuscher, Interlaken (824 Holz/47 Neuner); 2. Konrad Riegler, Heimberg (797/44); 3. Heinz Roth, Gümligen (797/43). 

Kategorie B Damen (41 Teilnehmerinnen): 1. Franziska Steudler-Feller, Thun (774 Holz/38 Neuner); 2. Isabelle Knüsel, Neudorf (771/36); 3. Trudy Leupp, Alpnach Dorf (770/31).

Kategorie C Herren (138 Teilnehmer): 1. Ernst Wyss, Thun (768 Holz/35 Neuner); 2. Hans-Rudolf Grünig, Wichtrach (763/42); 3. Marcel Kropf, Röthenbach im Emmental (739/25).

Kategorie C Damen (53 Teilnehmerinnen): 1. Alice Blatter, Oberried am Brienzersee (770 Holz/34 Neuner); 2. Angela Schmid, Frutigen (756/27); 3. Sandra Junker, Hägendorf (746/22).

 

SM 2026 – Kegelklubs

Kategorie A (31 Teilnehmer): 1. KK Musegg, Luzern (805.200 Holz/194 Neuner); 2. KK Harder, Heimberg (801.000/210); 3. KK River Boys, Bern (801.000/209).

Kategorie B (38 Teilnehmer): 1. KK Breitlauenen, Goldswil b. Interlaken (782.800 Holz/201 Neuner); 2. KK Alpenrose, Zweisimmen (779.200/167); 3. KK Steinbock, Wilderswil (777.670/216).

Kategorie C (21 Teilnehmer): 1. KK Zaagihüng, Riggisberg (728.000/119); 2. KK Brune Mutz, Wangen b. Olten (728.000/116); 3. KK Schlosskegler, Aarwangen (721.400/125).

 

Informationen

  • 71. SM SFKV 2026
  • Ort: Rössli, Heimberg
  • Datum: 04.10.2026
  • Bahn: 1-4

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Was ist die Schweizermeisterschaft?

Dies ist der älteste und grösste jährliche Anlass der SFKV. Rund 1'000 Kegler/innen nehmen daran teil. Zum ersten Mal wurde die Schweizermeisterschaft im Jahr 1952 in Olten durchgeführt. Ab 1960 wurde die Kategorie C eingeführt. Das Programm wird auf vier Bahnen zu je 25 Würfen absolviert. Bei Keglern, die in einem Klub organisiert sind, zählt das Resultat gleichzeitig für den Klub-Durchschnitt. 2020 wurde die Schweizermeisterschaft aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben.


Der Kantone Wettkampf

Als Auftakt zur Schweizerischen Kegler Meisterschaft wird am Eröffnungstag der Kantone-Wettkampf durchgeführt. Dieser Wettkampf an der Schweizermeisterschaft wird seit 1971 ausgetragen. Pro Kanton ist nur eine Mannschaft zugelassen. Für die Mannschaftszugehörigkeit ist der gesetzliche Wohnort nach geografischen Grenzen massgebend. Die Mannschaft bezeichnet sich nach dem Namen ihres Kantons. Seit 2020 werden die beiden Kantone Ob- und Nidwalden zusammen als Unterwalden geführt.


Sport

Als Rahmenprogramm wird "Sport" während der Schweizermeisterschaft angeboten. Das Wurfprogramm besteht hier aus 3 Passen zu je 20 Würfen. Für die Rangierung zählt die beste Passe.


Sport Total (auch Sport Spezial genannt)

Für die Auszeichnung werden die im Programm Sport geworfenen 3 Passen zusammengezählt.


Américaine

Als Rahmenprogramm wird auch "Américaine" angeboten. Die Américaine ist ein Paarkegeln, bei welchem sich zwei Kegler/innen nach 5 Würfen ablösen. Das Wurfprogramm beträgt pro Kegler/in mindestens 40 Würfe.


Die Kombination

Um den/die Kombinations-Sieger zu ermitteln, werden die Resultate der Meisterschaft (100 Würfe), das Resultat vom Sport sowie das Américaine Resultat des Keglers zusammengezählt.

Wer mehr über diesen nationalen Anlass der Schweizerischen Freien Kegler-Vereinigung erfahren möchte, dem sind die nachfolgenden Links ans Herz gelegt. Nebst internen Links, welche auf sfkv.ch bleiben, sind auch externe Links aufgeführt, die auf andere Websites verweisen.

Sponsoring

Seit 2015 bietet die SFKV die Möglichkeit, als Sponsor und Gönner dem Kegelsport zu Helfen. Über alle Kategorien hinweg werden an schweizerischen Grossanlässen zusätzliche Preisgelder verteilt und Werbung gemacht. Mit Sponsorengeldern, Gönner- und Passivbeiträgen wollen wir den nationalen Kegelsport attraktiver gestalten, indem wir an schweizerischen Anlässen höhere Preisgelder abgeben können. Wir können Anlässe fördern und erhalten, z.B. mit Kegelanlässen für Jedermann und so den Bekanntheitsgrad erhöhen und neue Mitglieder gewinnen.

Dieser Wettkampf wird ebenfalls durch das Sponsoring der SFKV unterstützt. Für weitere Informationen sind im nachfolgenden Link weitere Unterlagen und Ausschüttungen ersichtlich

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